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Code as Law: Die Disruption des Rechts durch die Digitalisierung

Die Juristin und Essayistin Yvonne Hofstetter wird am 19. April zur Eröffnung der tekom-Frühjahrstagung ihre Ansichten zu diesem spannenden Thema vermitteln.

 

 

Mit fortschreitender Digitalisierung wird unsere Umgebung auf ganz neue Weise leistungsfähig. Mit dem Internet der Dinge, angetrieben durch die künstliche Intelligenz, „aktivieren“ wir die Umwelt rund um uns, die sich plötzlich nicht mehr still verhält wie bisher. Doch die Zunahme der Umgebungsintelligenz wird nicht ohne gesellschaftliche Folgen bleiben. Haben wir immer häufiger mit maschineller Intelligenz zu tun, wird das unseren Alltag verändern, unseren Umgang miteinander, unser Werte- und Rechtssystem und auch unsere Staatsform. Intelligente Rechner werden uns vereinnahmen, weil sie in unser Denken eindringen, weil sie Gefühls-, Verhaltens- und Informationskontrolle betreiben und uns mit ihren prädiktiven Fähigkeiten immer einen Schritt voraus sein werden. Unsere Umwelt wird normativ. Die Digitalisierung bekommt totalitäre Züge. Ein Entkommen gibt es nicht, denn diesmal ist das System global.
Wohin wird uns die Reise führen? Wir diskutieren, warum wir das zukünftige Mensch/Maschine-Verhältnis positiv gestalten sollen und warum uns Grundrechte und Werte wichtiger sein müssen als die Optimierung unserer Lebensumstände um jeden Preis.

Yvonne Hofstetter, 1966, Juristin und Essayistin, begann ihre Karriere in der Informationstechnologie im Jahr 1999. Seit 2009 ist Hofstetter Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH im Münchener Norden; ihr Kernteam ist seit 20 Jahren auf die Auswertung großer Datenmengen mit lernenden Maschinen spezialisiert.
Hofstetter hat ihre Gedanken zur Nutzung intelligenter Algorithmen zur Optimierung des Menschen mehrfach prominent in der F.A.Z., der ZEIT und in zahlreichen Interviews dargelegt. Ihre Bücher „Sie wissen alles“ und „Das Ende der Demokratie“ sind beim C. Bertelsmann Verlag erschienen. Hofstetter lebt in Zolling bei Freising und in Wien.